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Die 3 Bahnarten des Kegelns

Beim Kegeln wird zwischen 3 Bahnarten unterschieden.
1. Classic
2. Schere
3. Bohle

im folgenden werden die 3 Bahnarten und das jeweilige Spielsystem und die Verbreitung in Deutschland und in der Welt kurz erklärt.

1. CLASSIC
Der Anlauf und die Auflagebohle (Länge 5,5–6,5 m, Breite 0,35 m) bestehen aus Linoleum. Die Kugellauffläche besteht aus Asphalt oder Kunststoff und hat über die gesamte Länge von 19,50 Meter eine Breite von 1,50 Meter. Für einen optimalen Kugellauf muß der Belag vollkommen glatt sein. Die gesamte Lauffläche liegt waagerecht.

Gute Classic-Kegler und Classic-Keglerinnen erzielen bei 120 Kugeln – 60 Würfe in die Vollen und 60 Würfe im Spielmodus Abräumen – über 600 Kegel. Anschaulicher formuliert: Beim Spiel in die Vollen erzielen die Spitzenkeglerinnen und Spitzenkegler durchschnittlich 6,5 Kegel pro Wurf und beim Abräumen werden die neun Kegel im Schnitt abwechselnd mal in zwei, mal in drei Würfen – zum Teil mit spektakulären „Kunstwürfen“ – abgeräumt.

In den meisten europäischen Ländern und bei internationalen Wettbewerben (Weltmeisterschaften, Europapokal, Einzelweltpokal usw.) werden bei Damen und Herren aller Altersklassen 120 Wurf kombiniert (30 Wurf je Bahn, davon 15 Wurf Volle, 15 Wurf Abräumen) über vier Bahnen mit sechs Spielern pro Mannschaft absolviert.
Nach dem Gesamtholzergebnis einer Mannschaft werden zwei Wertungspunkte vergeben. Nach jedem Durchgang (30 Wurf) wird ein Satzpunkt ausgespielt. Bei Kegelgleichheit gibt es einen halben Punkt für jeden Spieler. Danach wird die Bahn gewechselt. Nach vier Durchgängen bekommt der Spieler mit mehr Satzpunkten einen Mannschaftspunkt. Bei Satzgleichstand 2:2 bekommt der Spieler mit mehr Kegelanzahl den Mannschaftspunkt. Ist bei Satzgleichstand auch die Kegelanzahl gleich, so bekommt jeder Spieler einen halben Mannschaftspunkt. Am Ende des Kampfes werden die Mannschaftspunkte (sechs Spieler + Mannschaft) zusammengezählt. Insgesamt werden acht Mannschaftspunkte ausgespielt. Es ist daher ein Sieg von 8:0 bis 4,5:3,5 möglich sowie ein Unentschieden bei 4:4 Mannschaftspunkten. In die Tabelle bekommt der Sieger zwei Punkte, bei Unentschieden einen Punkt, der Verlierer null Punkte. Als zweite Wertung bei Punktegleichstand (Torverhältnis) werden auch die Mannschaftspunkte und die Satzpunkte in die Tabelle eingetragen.
Durch die Einführung der 120 Wurf wollte man ein einheitliches Spielsystem einführen, daß von allen Sportkeglern in allen Altersklassen gespielt wird. Durch die Punktwertung sollte außerdem die Spannung erhöht werden, da bei jedem Satz bereits ein Punkt ausgespielt wird, und eine Mannschaft auch mit mehr Gesamtholz das Gesamtspiel verlieren oder unentschieden beenden kann.

Classic-Bahnen werden überwiegend in Süddeutschland (Baden-Württemberg, Bayern, Süd-Hessen, Pfalz) gespielt sowie in Berlin und allen neuen Bundesländern mit Ausnahme Mecklenburg-Vorpommerns.

International ist die Classic-Bahn neben Deutschland in Österreich, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Estland, Frankreich, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien, Slowenien, Serbien, Slowakei, Schweden, Mazedonien, Montenegro, Schweiz, Lichtenstein vertreten.

2. SCHERE
Der Anlauf und die Auflagebohle (Länge 5,50 m, Breite 0,35 m) bestehen aus Linoleum. Bei Kunststoffbahnen ist die Aufsatzbohle auch sehr oft aus Kunststoff. Die Kugellauffläche besteht aus Holz oder Kunststoff und ist gekehlt (3,6 mm–4,0 mm). Die Bahn hat eine Gesamtsteigung von zehn Zentimeter vom Beginn der Auflagebohle bis zum Kegelstand. Die Lauffläche hat von der Aufsatzbohle bis zur Schere auf einer Länge von 9,50 Meter eine Breite von 35 Zentimeter und verbreitert sich dann auf einer Länge von 8,50 Meter scherenartig bis auf 1,25 Meter beim Kegelstand.

Gute Schere-Kegler und Schere-Keglerinnen erzielen bei 120 Kugeln – 60 Würfe in die Vollen und 60 Würfe im Spielmodus Abräumen mit Kranzwertung – über 840 Kegel. Anschaulicher formuliert: Beim Spiel in die Vollen erzielen die Spitzenkeglerinnen und Spitzenkegler durchschnittlich 8 Kegel pro Wurf und beim Abräumen werden die Kegel im Schnitt abwechselnd mal in einem Wurf, mal in zwei Würfen abgeräumt.

Die Kugelzahl im Meisterschaftsspielbereich ist 120. Es kann jedoch auf 2 oder 4 Bahnen gespielt werden. Das Kegeln auf Scherenbahnen vereint das Spiel in die Vollen und das Abräumen mit der Gassenzwangvorschrift. Auf der ersten Bahn werden beispielsweise die ersten 15 Wurf in die linke Gasse in die Vollen gespielt. Die nächsten 15 Wurf werden nach Gassenwechsel abgeräumt, wobei die jeweilige 1. Kugel (auf das volle Kegelbild) in die rechte Gasse gespielt werden muß. Auf einer Zwei-Bahnenanlage werden dann die nächsten 30 Wurf mit 15 in die Vollen und 15 Abräumen auf die jeweils anderen Gassen gespielt. Der oder die nachfolgenden Würfe müssen die verbleibenden Kegel abräumen. Als Besonderheit ist zu bemerken, daß bereits ein neues volles Kegelbild aufgestellt wird, wenn allein der Kegel Nr. 5 (sog. König) stehengeblieben ist. Die Kugeln 61 - 120 werden dann auf der zweiten Bahn im umgekehrten Rhythmus, d.h. 15 Wurf in die Vollen in die rechte Gasse und 15 Wurf Abräumen in die linke Gasse, 15 Wurf linke Gasse in die Vollen und 15 rechte Gasse Abräumen gespielt.
Beim Spiel über 4 Bahnen werden pro Bahn 15 Wurf in die Vollen und 15 Wurf Abräumen mit dem jeweiligen Gassenwechsel gespielt.

Scherenbahnen sind im Rheinland (Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz), im Saarland sowie im südlichen Niedersachsen und in Hessen verbreitet.

Außerhalb Deutschlands wird in Westeuropa auf Scherenbahnen gekegelt, vor allem im Benelux (Niederlande, Belgien, Luxemburg) und in Frankreich, sowie in Italien und Brasilien.

3. BOHLE
Der Anlauf und die Auflagebohle (Länge 5,50 m, Breite 0,35 m) bestehen aus Linoleum. Die Kugellauffläche besteht aus Holz oder Kunststoff und ist gekehlt. Wie die Scherenbahn hat auch die Bohlebahn eine Gesamtsteigung von zehn Zentimeter vom Beginn der Auflagebohle bis zum Kegelstand. Aufgrund der Maße der Lauffläche (23,50 m Länge und 0,35 m Breite) ist auf der Bohlenbahn Abräumen nicht möglich und es kann nur in die Vollen gespielt werden.

Gute Bohle-Kegler und Bohle-Keglerinnen erzielen bei 120 Kugeln in die Vollen – Abräumen ist auf dieser Bahnart nicht möglich – über 900 Kegel, im Schnitt also über 7,5 Kegel pro Wurf.

Allerdings wird auf Bohlebahnen nur in die Vollen gespielt, d.h. die gesamte Anzahl der Würfe gehen auf das volle Kegelbild. Als Besonderheit beim Kegeln auf dieser Bahnart ist jedoch ein Gassenwechsel nach jeweils 15 Wurf vorgeschrieben. Die Kugel muß hierbei jeweils in die linke Gasse zwischen die Kegel 1 und 2 oder in die rechte Gasse, Kegel 1 und 3, gespielt werden. Wird der falsche Gassenkegel durch unmittelbare Kugeleinwirkung zu Fall gebracht, wird die Kugel als Nullwurf gewertet.

Auf Bohlebahnen wird hauptsächlich in Norddeutschland (Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) gespielt sowie in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Nordhessen und Westfalen.

Darüber hinaus ist das Kegeln auf der Bohlebahn international in Dänemark, Polen und Namibia verbreitet.

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